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Kategorie: Experimentieren und Forschen

Einzeltest: Kosmos Sound-Booster


Die Milchtüte wird zum Lautsprecher: Kosmos-Experimentierkasten macht Resonanztechnik sicht- und hörbar

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Experimentierkästen müssen nicht immer aus hunderten Teilen und dicken Anleitungsbüchern bestehen. Spaß haben und dabei etwas lernen geht auch mit gerade mal drei Komponenten, wie der „Sound-Booster“ von Kosmos beweist.

Klappt man den Pappdeckel des Kartons auf, so geht es darin sehr übersichtlich zu. Neben dem kleinen schwarzen Sound-Booster findet man noch ein Tütchen mit 200 Gramm Sand, eine schwarze Wanne – von Kosmos als „Experimentierstation“ bezeichnet – sowie ein Faltblatt, das als Anleitung dient. Und damit kann es auch schon losgehen. 

Eine Konservendose dreht richtig auf 


Das Geheimnis des Sound-Boosters: Mit seiner Hilfe soll sich alles in der Umgebung zum Lautsprecher für Smartphone oder Tablet umfunktionieren lassen. Egal, ob Milchtüte, Schreibtisch, Konservendose oder Parkbank. Sollte dies tatsächlich funktionieren, könnten junge Tüftler demnächst darauf verzichten, Lautsprecher mitzunehmen, um Musik an jedem Ort von ihrem Mobilgerät zum Leben zu erwecken.  Das Prinzip, mit dem der Sound-Booster arbeitet, nennt sich Resonanztechnik. Die jungen Forscher lernen, dass sich der kleine Vibrations-Lautsprecher ohne Resonanzkörper eher schwach anhört – erst wenn er an einem Gegenstand befestigt wird, läuft er zur Höchstform auf. Um das auszuprobieren, müssen lediglich zwei 1,5-Volt-Batterien vom Typ AAA in den Booster eingesetzt werden. Diese gehören nicht zum Lieferumfang. Per 3,5-Millimeter-Klinkenstecker wird der Sound-Booster mit Smartphone, Tablet-PC oder MP3-Player über deren Kopfhörerbuchse verbunden.  

Das Material entscheidet über den Klang 


Jetzt nur noch den grünen Schiebeschalter betätigen, und der Booster ist scharf. Allerdings wartet er darauf, dass der Vibrationslautsprecher aus dem Gerät genommen und über die Klebefolie an einem beliebigen Gegenstand angedockt wird. Tatsächlich, urplötzlich werden die Songs, die auf dem Mobilgerät schlummern, hörbar. Je nachdem, wo es sich der Vibrationslautsprecher bequem gemacht hat, legt der Sound-Booster mal mehr, mal weniger los. Ein verblüffendes Ergebnis. So liefern schwingende Materialien andere Ergebnisse als Untergründe, die komplett steif sind. Hohle Objekte wie eben eine Dose produzieren eine höhere Lautstärke als massive, Holz erzeugt einen angenehmeren Klang als Metall.  Im nächsten Experimentier-Schritt kommt der Sand ins Spiel. Er dient dazu, um Musik und damit Schallwellen sichtbar zu machen. Speziell tiefe Bässe mit ordentlichem Rumms hinterlassen Muster im Sand. Ähnliches gelingt mit Wasser: Auch hier wird Schall sichtbar. Die Anleitung liefert Wissbegierigen zudem Hintergrundinfos zu Schallfrequenzen und Kymatik, eben jenem Verfahren, mit dessen Hilfe man Klänge und Wellen sichtbar machen kann.   Im Internet bietet Kosmos für Android-Geräte die kostenlose App „Sound-Booster“ an. Sie steht im Google Play Store bereit und dient dazu, um Frequenzmuster im Sand deutlich präziser als mit Musik zu erzeugen.

Dazu lassen sich Frequenzen und Lautstärke ganz präzise einstellen. Kosmos verkauft den „Sound-Booster“ für 16,99 Euro.

Fazit

Überall Musik hören und nebenbei noch ein wenig forschen und lernen – der „Sound-Booster“ ist ein interessantes Paket zum Tüfteln und Spaß haben. Die Bedienung ist extrem einfach, die Versuche gelingen immer. Und wer keine Lust zum Experimentieren hat: Einfach den Sound-Booster in die Jackentasche stecken und immer dabei haben – so einen Lautsprecher, der auch das leere Trinkpäckchen in der Schule in einen Lautsprecher verwandelt, macht wahrscheinlich auch beim Physiklehrer Eindruck.

Preis: um 17 Euro

Ganze Bewertung anzeigen
Kosmos Sound-Booster

Experimentieren und Forschen ab 10 Jahre

4.5 von 5 Sternen

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Bewertung 
Funktion: 40%

Handhabung: 30%

Spaßfaktor: 30%

Ausstattung & technische Daten 
Preis: 16,99 
Hersteller: Kosmos 
Internet: www.kosmos.de 
Fakten zum Bausatz
Ausstattung: Sound-Booster, Experimentier-Wanne, Sand und Anleitung 
Interessante Testportale:
  • www.heimwerker-test.de
  • www.hausgeraete-test.de
  • www.hifitest.de
Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
Kontakt E-Mail
Datum 20.09.2017, 17:05 Uhr
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