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Fischertechnik

Endlich im Handel: 3D-Drucker von Fischertechnik - Komplettset mit 890 Bauteilen

05.08.2016 07:04 Uhr von Jochen Wieloch

Mit einem 3D-Drucker lassen sich bereits individualisierte Smartphone-Schalen, Schmuck oder Spielzeug herstellen. Nach dem Prinzip „Build, plug and print“ hat Fischertechnik jetzt den weltweit ersten 3D-Drucker aus einem Baukastensystem entwickelt und auf den Markt gebracht.

Der Baukasten bietet die bislang einzigartige Möglichkeit, einen 3D-Drucker zu konstruieren, dabei die Funktionsweise zu verstehen, eigene Ideen zu verwirklichen und selbst zu produzieren.

Ab 14 Jahren

Der Baukasten mit 890 Bauteilen wird ab sofort für 699,95 Euro angeboten. Er enthält auf die Fischertechnik-Bauteile abgestimmte Komponenten der German RepRap GmbH, einem 3D-Drucker-Spezialisten. Wie bei den Baukästen, die ausschließlich in Deutschland hergestellt werden, leitet eine Bauanleitung Jugendliche ab 14 Jahren Schritt für Schritt zum voll funktionsfähigen 3D-Drucker.

Im Gegensatz zu herkömmlichen 3D-Drucker-Bausets sind weder Werkzeug noch Lötarbeiten beim Aufbau und der Inbetriebnahme erforderlich. Das spart Zeit und verhindert Betriebsunterbrechungen durch schadhafte Lötstellen. Ergänzend bietet Fischertechnik Begleitinformationen, die neben Geschichtlichem über die Technologie Wissenswertes zu den Komponenten, zum Druckverfahren und vor allem zum Design der Konstruktions- und Druckdaten erläutern.

Druckfähige G-Codes

In der Bibliothek der Software sind zahlreiche fertige Druckbeispiele als druckfähige G-Codes gespeichert. Zudem werden G-Codes für den Druck von Fischertechnik Zubehör angeboten. Die Software 3D Print Control erlaubt es aber auch, aus Internet-Datenbanken importierte oder selbst mit einem CAD-Programm gestaltete STL-Dateien zu verarbeiten und im sogenannten Slicer in einen druckfähigen G-Code umzuwandeln.

Der 3D-Drucker nutzt das bekannte Verfahren Fused Filament Fabrication (FFF) zum Druck. Dieses ist einfach in der Anwendung, nutzt kostengünstiges Verbrauchsmaterial und ist deshalb besonders geeignet für Einsteiger ohne Vorkenntnisse im 3D-Druckverfahren.

Bei dem Druckprozess wird ein drahtförmiger Kunststoff (PLA), das sogenannte Filament (1,75 mm Durchmesser), in einem Extruder geschmolzen und durch eine Düse in Schichten auf die Druckplattform aufgetragen. Über Schrittmotoren wird der Druckkopf in drei Richtungen über die Druckplattform geführt: sowohl in Y-Richtung (vor - zurück), X-Richtung (links - rechts) als auch in der Z-Richtung (hoch - hinunter) des Druckobjektes. Die dabei verwendeten Schneckenantriebe ermöglichen ein präzises Positionieren und damit ein exaktes Druckbild.

Filament liegt bei

Bereits im Baukasten enthalten ist ein hochwertiges Filament (1,75 mm Durchmesser) für erste Druckobjekte. Die Verwendung von Polylactid (PLA) als Filament ermöglicht es, ein unbeheiztes Druckbett zu verwenden. Zudem bietet das hochwertige BuildTakDruckbett eine gute Haftung des Filaments, das sich nach dem Abkühlen einfach ablösen lässt. Dieses für den Druckprozess optimierte Filament kann in acht verschiedenen Fischertechnik Farben auf 50- und 500-g-Ringen bestellt werden.

In dem Komplettset mit 890 Bauteilen sind vier drehmomentstarke Schrittmotoren, drei Minitaster, eine beheizte Düse mit Temperaturüberwachung, ein Druckbett mit Druckplatte und ein Schaltnetzteil zur Stromversorgung enthalten. Die im Baukasten bereits mitgelieferte Druckersoftware 3D Print Control (CD-ROM) ist für Computer mit den Betriebssystemen Windows 7, 8 und 10 speziell auf den Fischertechnik 3D-Drucker abgestimmt. Computeranwender mit einem Linux- oder OS X-Betriebssystem können den 3D-Drucker mit der kostenfreien Software RepetierHost betreiben.

Jochen Wieloch
Autor Jochen Wieloch
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Datum 05.08.2016, 07:04 Uhr
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